‚Mein ganzes Sein senke ich in dich‘ Benefizkonzert im Jubiläumsjahr 23. Juni 2026
„30 Jahre und kein bisschen leise“ – unter diesem Motto steht das 30. Jubiläumsjahr von LMN Berlin: und einen ersten Höhepunktrlebte am 23.Juni auch das Publikum im ausverkauften Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin.
Amelie von Gizycki, die Vorsitzende von LMN Berlin, begrüßte alle geladenen Gäste, aber auch zufällig neugierig gemachte Musikliebhaber, zum festlichen Benefizkonzert im Festspieljahr: großer Dank an alle Spender, ohne die LMN nicht seine und damit Yehudi Menuhins Passion von der Kraft der Musik verbreiten könnte.
Prominente Gäste und Hauptpersonen waren Clara und Robert Schumann, in einer Lesung von Martina Gedeck und Sebastian Koch zu lebendigen Menschen eindrucksvoll wiedererweckt. Liebevoll und kämpferisch haben die Schumanns in ihrem Ehetagebuch die Besorgnisse, Freuden und Leiden einer Ehe, aber auch das künstlerische Umfeld sowie eigene Prinzipien in wöchentlich abwechselnder Weise festgehalten und einander vorgelesen.
Was wäre aber ein solcher Abend, würde nicht das Wichtigste, die Musik, erklingen. Außer einem Liederheft sind keine gemeinsamen Kompositionen bekannt, wenngleich „Carnaval“ oder die Fantasie C-Dur von Robert Schumann als unmittelbare musikalische Liebesbeweise gelten. Musikalisch aufs Wunderbarste haben sich vier Alumni und eine Stipendiatin in die Briefwechsel eingewoben: es erklangen Lieder von Clara und Robert Schumann, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Franz Liszt und Johannes Brahms. Sehr zart und eindringlich die Sopranistin Theresa Pilsl und der wunderschön klingende Bariton von Jeeyoung Lim. Am Klavier sehr einfühlsam Elenora Pertz, auch im Duo mit der so innig und zurückgenommen spielenden Violonistin Amelie Wallner.
Zwei ganz besondere musikalische Akzente setzte Tabea Streicher mit Franz Liszts „Douze Études d´exécution transcendante Nr.1“ und – aus Schumanns Fantasiestücken op.12 – „Traumes Wirren“. Den Abschluss bildete Clara Schumanns Lied „Die Gute Nacht, die ich dir sage“ – ein Schlusspunkt, der auch das Publikum ganz in sich zurückversetzte: ehe ein großer Beifall – mit Blumen für die Künstler – , einen unvergessliche literarisch-musikalischen Abend beendete und das Publikum in die Sommernacht entließ.
Claudia König-Suckel












