Sonnabend, 25. Februar 2012

Friedrich der Große als Komponist

"Doch halt, o Lied, verrate nicht zuviel"

Ein Benefizkonzert aus Anlaß des 300. Geburtstags des großen Königs lockte die LMN-Freunde am 25. Februar in  Scharen in die Potsdamer Friedenskirche.  Es gab diesmal kein Ständchen für den Jubilar, sondern er selbst sprach mit seiner Musik zu uns. Auf dem Programm standen ausschließlich Werke Friedrichs II., die von dem Ensemble Sans Souci Berlin kongenial interpretiert wurden. Christoph Huntgeburth spielte die beiden Konzerte für  Traversflöte brillant und hinreißend, dabei bezauberte ganz besonders die Flötensonate e moll und ließ ahnen, auf welch hohem Niveau Friedrich zu spielen imstande gewesen sein muß. Zwischendurch erklangen die beiden Sinfonien, die er – wie alle seine Werke – ausschließlich für die abendlichen Kammerkonzerte in Sanssouci komponiert hatte.                                                                                                                                      Mit einem Liebesgedicht des blutjungen Prinzen an eine verheiratete Dame und Mutter von fünf Kindern eröffneten Wolfram Weimer und Christiane Goetz-Weimer ihre ebenso unterhaltsame wie informative Lesung von preußischen Liebesbriefen aus vier Jahrhunderten. Von  höfisch-festlicher Musik eingerahmt gab es Briefe u.a. von Luise als Braut und als Königin zu hören, den zärtlich liebevollen Brautbrief Otto v. Bismarcks an Johanna von Puttkamer, den berührenden Briefaustausch von Heinrich von Kleist und Henriette Vogel und zum Schluß den bewegenden Silberhochzeits-Brief von Käthe Kollwitz  an ihren Mann. Beim anschließenden Empfang in den neu eröffneten Friedenssälen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Friedenskirche gab es bei Suppe und Wein ausreichend Gelegenheit zu intensivem Gedankenaustausch und lebhaften Gesprächen. Ein sehr gelungenes Konzert!          Sabine v. Sydow

 

15 Jahre Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V.

Rhythm und Pulse

Das Jubiläumskonzert

am 09. Oktober 2011 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie

Es konnte sich wohl kaum einer im Publikum des gut besuchten Kammermusiksaales der Philharmonie so richtig vorstellen, was ihn da erwartete, wenn sich – neben der allseits geschätzten Schauspielerin  Martina Gedeck ein Klavier- und ein Schlagzeug-Duo ankündigt. Mit Lutosławskis Variationen über ein Thema von Paganini, arrangiert für 2 Klaviere und zwei Schlagzeuger, gelang aber sofort ein furios bejubelter Einstieg. Überhaupt zeichnete sich dieses Konzert als zukunftsweisend aus. Es bot durchgängig Repertoire aus dem 20.und 21. Jahrhundert und es nahm das vermutlich eher klassisch orientierte Publikum sehr geschickt mit auf eine spannende musikalisch-literarische Reise. Improvisationen des jungen Duo KrausFrink Percussion forderten und erhielten dafür vollste Aufmerksamkeit. Steve Reichs Clapping music erstaunte – reinste Stimmenakrobatik –ganz ohne Instrumentarium. Trotz modernster Rhythmen stellten die Musiker immer wieder Anknüpfungspunkte her zu oft gehörten Kompositionen – z. B. von Leonard Bernstein, Maurice Ravel oder Darius Milhaud. Die uns durch LMN bestens bekannten Schwestern Mona und Rica Bard boten auf zwei aneinander geschmiegten Flügeln stets mit Blickkontakt sowie zusammen mit den Percussionisten ein perfekt aufeinander eingestimmtes Musizieren. Man kann dem Quartett nur wünschen, viele Konzertveranstalter zu finden, die sich, wie das Publikum an diesem Nachmittag, so dafür begeistern. Im Bunde mit den Musikern las Martina Gedeck zwischen den einzelnen Werken Texte und Lyrik von Goethe, Rilke, Ringelnatz u. a., immer bezogen auf die Musik. Nach anfänglich leichter Zurückhaltung siegte die Lust am Rezitieren, überzeugte und entzückte sie dieZuhörerschaft. 90 Minuten »Rhythm & Pulse« – ein Paukenschlag im wahrsten Sinnedes Wortes. Das sollte es sein und das war es auch – unser Benefizkonzert zum 15. Jahrestag der Gründung von Yehudi Menuhin Live Music Now, Berlin e.V..  Dankbar sind wir für dieses wunderbare musikalisch-literarische Erlebnis und auch dafür, dass alle mitwirkenden Künstler ohne Gage auftraten. Angesichts dessen ist uns um die Zukunft von Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin nicht bange!      Angelika Lachmann

 

 

Sonntag, 29. Mai 2011 

Von mancherlei Tieren und einer Schönen im Wald

Ein tierisch märchenhaftes Familienkonzert

Boris Aljinovic las mit viele Witz und sehr viel Temperament aus seinen eigenen Texten zu 'Der Karneval der Tiere' zur Musik von Camille Saint- Saens und 'Ma Mère l'Oye' von Maurice Ravel. Es spielte das clair-obscur Saxophonquartett. Das Quartett begeisterte nicht alleine durch die wunderbar vorgetragene Musik, sondern auch durch ihr komisches Talent. Boris Aljinovic und clair-obscur waren so gut aufeinander eingespielt, dass das Publikum es sichtlich genoss. Der Nachmittag war ein Riesenvergnügen für Jung und Alt. Den Künstlern Boris Aljinovich, Maike Krullmann, Kathi Wagner, Christoph Enzel und Jan Schulte-Brunert danken wir für dieses wundervolle und humorvolle Geschenk! Dem Musikinstrumentenmuseum und seiner Direktorin Frau Prof. Dr. Restle sei ebenfalls herzlich für die Gastfreundschaft gedankt!

 

 

 

 

 

Sonntag, 27. Februar 2011  16:00 Uhr

Frühling  Sehnsucht  Mondenschein

Ein  romantischer Nachmittag im Bröhan Museum

Jakob Spahn, Violoncello und Nicholas Rimmer, Klavier spielten Schumann, Davidov und Chopin und Prof.Gerd Wameling las wunderbare Gedichte von Eichendorff, Schiller und Goethe. Die Künstler schenkten uns und unseren Gästen einen außergewöhnlichen Nachmittag für den wir uns herzlich bedanken. Der Rahmen des Bröhan Museums mit der gerade eröffneten Ausstellung russischer Lackmalerei war besonders schön. Wir danken Frau Dr.Margrit Bröhan für ihre großzügige Gastfreundschaft.

 

Montag, 04. Oktober 2010  20:00 Uhr

Konzert im kleinen saal des Konzerthauses am Gendarmenmarkt

Martin Helmchen und Marie-Elisabeth Hecker spielen Werke von Mendelssohn, Beethoven und Schönberg           Zum ersten Mal lud unser Verein zu einem Benefizkonzert in den kleinen Saal des Konzerthauses ein, freundlichst begrüßt vom Intendanten Prof. Nordmann, der das Publikum, Freunde und Förderer, dann auch ganz launig um Spenden bat, denn der Saal sei leider nicht kostenlos zu haben. Und: es sollte ja auch einiges den jungen Künstlern von Live Music Now zugute kommen.   Das gut besuchte Konzert war dann auch ein voller Erfolg. Mit den beiden jungen Künstlern Martin Helmchen - als "Pianist in Residence" der vorigen Konzertsaison des Konzerthauses, sowie als Stipendiat von Live Music Now schon ein bekannter Künstler - und der erst 23jährigen Cellistin Marie-Elisabeth Hecker, die u. a. beim Pariser Concours Rostropovitch 1. Preisträgerin wurde, konnte man hochkarätiges Musizieren erleben.    Mit der sehr anspruchsvollen 4. Cello-Suite von Johann Sebastian Bach stellte sichMarie-Elisabeth Hecker vor und nicht wenige Musikkenner waren an das intensive Spiel der unvergessenen Jacqueline Du Pré erinnert!   Martin Helmchen wartete mit einem Kontrastprogramm auf: er spielte die 6 kleinen Klavierstücke op. 19 von Arnold Schönberg sehr differenziert, zuletzt geradezu hineinhorchend in die spröde wirkenden, filigranen Miniaturstücke, die am Ende zart schwebend verklangen.  Zum Höhepunkt gestaltete sich für das Publikum die Aufführung von Mendelssohn Bartholdys 2. Cellosonate. Hier musizierten zwei ebenbürtige Musiker außerordentlich temperamentvoll und musikantisch miteinander, dabei sehr konzentriert! Ihr Zusammenspiel verriet eine tiefe musikalische Freundschaft.   Angelika Lachmann

 

Sonntag, 28. März 2010  17.00 Uhr

Sonntagsmusik im Musikinstrumentenmuseum

"Mit den Fingern singen..."

Frederic Chopin

Corinna Kirchhoff  liest Texte von
Gottfried Benn, George Sand, Frédéric Chopin
Robert Schumann, Hector Berlioz, Franz Liszt
Ignaz Moscheles, Heinrich Heine, Théophile Gautier

Benjamin Moser  Klavier
spielt Chopin

 

 

 

 

 

Dienstag, 15. Dezember 2009

Berliner Rathaus

 "Wo Starkes sich und Mildes paarten, da gibt es einen guten Klang"

Corinna Harfouch liest Balladen von Friedrich Schiller

Simon Rössler: Schlagwerk

 

Sonntag, 22. März 2009

Musikinstrumentenmuseum Berlin

"F.A.E. -  Frei aber einsam"

Eine Sonntagsmusik im Musikinstrumentenmuseum

Stefan Hempel     Violine
Jakob Spahn     Violoncello
Rouven Schirmer     Violoncello
Waejane Chen     Klavier
Jutta Lampe     Lesung

 

 

 

 

Donnerstag, 12. März 2009, 20.00 Uhr
Berliner Rathaus

Aus Anlass des 10. Todestages von Yehudi Menuhin

Ein musikalischer Abend initiiert von Daniel Hope

Daniel Hope    Violine
Peter Rainer    Violine
Sebastian Knauer    Klavier
Jutta Koch    Sopran
Kammerakademie Potsdam

Im Anschluß an das Konzert überreichte die Vorstandsvorsitzende Asta von Oppen
Daniel Hope die Urkunde zur Aufnahme in das Ehrenkomite
des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin. 

Daniel Hope bittet um Spenden für die Arbeit des Vereins
Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V.

 

Sonnabend, 15. November 2008, 20.00 Uhr
St. Elisabeth-Kirche Berlin


"Musik war Hoffnung"

Daniel Hope    Violine
Micha Afkham    Viola
Nicolas Altstaedt    Violoncello
Ulrich Matthes    Rezitation

 

 

 

 

Sonnabend, 31. Mai 2008 20.00 Uhr
Meistersaal Köthener Straße

"Leise blüht der Flieder"

mit dem Burg-Schauspieler Bernd Jeschek
und den

Berliner Cellharmonikern

Foto: Model

 

 

Sonntag, 7. Oktober 2007
Sonntagsmusik im  Musikinstrumentenmuseum

"Sei dennoch unverzagt..."

 Der Schauspieler Werner Rehm las Lyrik des Barock

und das von Live Music Now  geförderte

Ensemble Rejouissance 

Jermaine Sprosse, Cembalo

Dschin-u Oh, Blockflöte

Linda Mantcheva, Barockcello 

spielte Werke des 17. Jahrhunderts 

 

 

 

]Sonntag, 22. April 2007

Eine Sonntagsmusik im Meistersaal

"Die Liebste gab mir einen Zweig..."  

Alexandra Lachmann - Sopran 
Dorothea Brinkmann - Gitarre
Helene Grass - Lesung

Briefe von Bertolt Brecht 1917 - 1950
an Paula Banholzer, Marianne Zoff, Ruth Berlau,
Helene Weigel

dazu Texte und Musik von
Paul Dessau, Kurt Weill, Goffredo Petrassi,
Federico Garcia Lorca, Ernesto Cordero,
Heitor Villa-Lobos, Bertolt Brecht, Hanns Eisler

 

 

 

 

 

Sonntag, 28. Januar 2007

Matinee im Haus Mendelssohn-Bartholdy
in Potsdam

"Auf Flügeln des Gesanges..."

Gerd Wameling und Maria Hartmann lasen Briefe, Gedichte und Texte
von Carl Friedrich Zelter, Fanny und Felix Mendelssohn,
Johann Wolfgang von Goethe,
Abraham Mendelssohn und Robert Schumann

Christina Khosrowi - Mezzosopran
Nicholas Rimmer - Klavier
Nicolas Altstaedt -Cello

 

 

Sonntag, 15.Oktober 2006
im Kammermusiksaal der Philharmonie
Jubiläumskonzert

"Music surprises..."

unter der Schirmherrschaft von Daniel Barenboim
Thomas Quasthoff     Baßbariton
Gabriel Kahane         Klavier
und das von LMN geförderte
Klavierduo Mona & Rica Bard