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Friedrich der Große als Komponist
"Doch halt, o Lied, verrate nicht zuviel"
Ein Benefizkonzert aus Anlaß des 300. Geburtstags des großen Königs lockte die LMN-Freunde am 25. Februar in Scharen in die Potsdamer Friedenskirche. Es gab diesmal kein Ständchen für den Jubilar, sondern er selbst sprach mit seiner Musik zu uns. Auf dem Programm standen ausschließlich Werke Friedrichs II., die von dem Ensemble Sans Souci Berlin kongenial interpretiert wurden. Christoph Huntgeburth spielte die beiden Konzerte für Traversflöte brillant und hinreißend, dabei bezauberte ganz besonders die Flötensonate e moll und ließ ahnen, auf welch hohem Niveau Friedrich zu spielen imstande gewesen sein muß. Zwischendurch erklangen die beiden Sinfonien, die er – wie alle seine Werke – ausschließlich für die abendlichen Kammerkonzerte in Sanssouci komponiert hatte. Mit einem Liebesgedicht des blutjungen Prinzen an eine verheiratete Dame und Mutter von fünf Kindern eröffneten Wolfram Weimer und Christiane Goetz-Weimer ihre ebenso unterhaltsame wie informative Lesung von preußischen Liebesbriefen aus vier Jahrhunderten. Von höfisch-festlicher Musik eingerahmt gab es Briefe u.a. von Luise als Braut und als Königin zu hören, den zärtlich liebevollen Brautbrief Otto v. Bismarcks an Johanna von Puttkamer, den berührenden Briefaustausch von Heinrich von Kleist und Henriette Vogel und zum Schluß den bewegenden Silberhochzeits-Brief von Käthe Kollwitz an ihren Mann. Beim anschließenden Empfang in den neu eröffneten Friedenssälen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Friedenskirche gab es bei Suppe und Wein ausreichend Gelegenheit zu intensivem Gedankenaustausch und lebhaften Gesprächen. Ein sehr gelungenes Konzert! Sabine v. Sydow
Rhythm und Pulse
Das Jubiläumskonzert
am 09. Oktober 2011 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie
Es konnte sich wohl kaum einer im Publikum des gut besuchten Kammermusiksaales der Philharmonie so richtig vorstellen, was ihn da erwartete, wenn sich – neben der allseits geschätzten Schauspielerin Martina Gedeck ein Klavier- und ein Schlagzeug-Duo ankündigt. Mit Lutosławskis Variationen über ein Thema von Paganini, arrangiert für 2 Klaviere und zwei Schlagzeuger, gelang aber sofort ein furios bejubelter Einstieg. Überhaupt zeichnete sich dieses Konzert als zukunftsweisend aus. Es bot durchgängig Repertoire aus dem 20.und 21. Jahrhundert und es nahm das vermutlich eher klassisch orientierte Publikum sehr geschickt mit auf eine spannende musikalisch-literarische Reise. Improvisationen des jungen Duo KrausFrink Percussion forderten und erhielten dafür vollste Aufmerksamkeit. Steve Reichs Clapping music erstaunte – reinste Stimmenakrobatik –ganz ohne Instrumentarium. Trotz modernster Rhythmen stellten die Musiker immer wieder Anknüpfungspunkte her zu oft gehörten Kompositionen – z. B. von Leonard Bernstein, Maurice Ravel oder Darius Milhaud. Die uns durch LMN bestens bekannten Schwestern Mona und Rica Bard boten auf zwei aneinander geschmiegten Flügeln stets mit Blickkontakt sowie zusammen mit den Percussionisten ein perfekt aufeinander eingestimmtes Musizieren. Man kann dem Quartett nur wünschen, viele Konzertveranstalter zu finden, die sich, wie das Publikum an diesem Nachmittag, so dafür begeistern. Im Bunde mit den Musikern las Martina Gedeck zwischen den einzelnen Werken Texte und Lyrik von Goethe, Rilke, Ringelnatz u. a., immer bezogen auf die Musik. Nach anfänglich leichter Zurückhaltung siegte die Lust am Rezitieren, überzeugte und entzückte sie dieZuhörerschaft. 90 Minuten »Rhythm & Pulse« – ein Paukenschlag im wahrsten Sinnedes Wortes. Das sollte es sein und das war es auch – unser Benefizkonzert zum 15. Jahrestag der Gründung von Yehudi Menuhin Live Music Now, Berlin e.V.. Dankbar sind wir für dieses wunderbare musikalisch-literarische Erlebnis und auch dafür, dass alle mitwirkenden Künstler ohne Gage auftraten. Angesichts dessen ist uns um die Zukunft von Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin nicht bange! Angelika Lachmann
Von mancherlei Tieren und einer Schönen im Wald
Boris Aljinovic las mit viele Witz und sehr viel Temperament aus seinen eigenen Texten zu 'Der Karneval der Tiere' zur Musik von Camille Saint- Saens und 'Ma Mère l'Oye' von Maurice Ravel. Es spielte das clair-obscur Saxophonquartett. Das Quartett begeisterte nicht alleine durch die wunderbar vorgetragene Musik, sondern auch durch ihr komisches Talent. Boris Aljinovic und clair-obscur waren so gut aufeinander eingespielt, dass das Publikum es sichtlich genoss. Der Nachmittag war ein Riesenvergnügen für Jung und Alt. Den Künstlern Boris Aljinovich, Maike Krullmann, Kathi Wagner, Christoph Enzel und Jan Schulte-Brunert danken wir für dieses wundervolle und humorvolle Geschenk! Dem Musikinstrumentenmuseum und seiner Direktorin Frau Prof. Dr. Restle sei ebenfalls herzlich für die Gastfreundschaft gedankt!
Frühling Sehnsucht Mondenschein
Jakob Spahn, Violoncello und Nicholas Rimmer, Klavier spielten Schumann, Davidov und Chopin und Prof.Gerd Wameling las wunderbare Gedichte von Eichendorff, Schiller und Goethe. Die Künstler schenkten uns und unseren Gästen einen außergewöhnlichen Nachmittag für den wir uns herzlich bedanken. Der Rahmen des Bröhan Museums mit der gerade eröffneten Ausstellung russischer Lackmalerei war besonders schön. Wir danken Frau Dr.Margrit Bröhan für ihre großzügige Gastfreundschaft.
Martin Helmchen und Marie-Elisabeth Hecker spielen Werke von Mendelssohn, Beethoven und Schönberg Zum ersten Mal lud unser Verein zu einem Benefizkonzert in den kleinen Saal des Konzerthauses ein, freundlichst begrüßt vom Intendanten Prof. Nordmann, der das Publikum, Freunde und Förderer, dann auch ganz launig um Spenden bat, denn der Saal sei leider nicht kostenlos zu haben. Und: es sollte ja auch einiges den jungen Künstlern von Live Music Now zugute kommen. Das gut besuchte Konzert war dann auch ein voller Erfolg. Mit den beiden jungen Künstlern Martin Helmchen - als "Pianist in Residence" der vorigen Konzertsaison des Konzerthauses, sowie als Stipendiat von Live Music Now schon ein bekannter Künstler - und der erst 23jährigen Cellistin Marie-Elisabeth Hecker, die u. a. beim Pariser Concours Rostropovitch 1. Preisträgerin wurde, konnte man hochkarätiges Musizieren erleben. Mit der sehr anspruchsvollen 4. Cello-Suite von Johann Sebastian Bach stellte sichMarie-Elisabeth Hecker vor und nicht wenige Musikkenner waren an das intensive Spiel der unvergessenen Jacqueline Du Pré erinnert! Martin Helmchen wartete mit einem Kontrastprogramm auf: er spielte die 6 kleinen Klavierstücke op. 19 von Arnold Schönberg sehr differenziert, zuletzt geradezu hineinhorchend in die spröde wirkenden, filigranen Miniaturstücke, die am Ende zart schwebend verklangen. Zum Höhepunkt gestaltete sich für das Publikum die Aufführung von Mendelssohn Bartholdys 2. Cellosonate. Hier musizierten zwei ebenbürtige Musiker außerordentlich temperamentvoll und musikantisch miteinander, dabei sehr konzentriert! Ihr Zusammenspiel verriet eine tiefe musikalische Freundschaft. Angelika Lachmann
Sonntagsmusik im Musikinstrumentenmuseum
"Mit den Fingern singen..."
Frederic Chopin
Corinna Kirchhoff liest Texte von
Gottfried Benn, George Sand, Frédéric Chopin
Robert Schumann, Hector Berlioz, Franz Liszt
Ignaz Moscheles, Heinrich Heine, Théophile Gautier
Benjamin Moser Klavier
spielt Chopin
"Wo Starkes sich und Mildes paarten, da gibt es einen guten Klang"
Corinna Harfouch liest Balladen von Friedrich Schiller
Simon Rössler: Schlagwerk
"F.A.E. - Frei aber einsam"
Eine Sonntagsmusik im Musikinstrumentenmuseum
Stefan Hempel Violine
Jakob Spahn Violoncello
Rouven Schirmer Violoncello
Waejane Chen Klavier
Jutta Lampe Lesung
Aus Anlass des 10. Todestages von Yehudi Menuhin
Ein musikalischer Abend initiiert von Daniel Hope
Daniel Hope Violine
Peter Rainer Violine
Sebastian Knauer Klavier
Jutta Koch Sopran
Kammerakademie Potsdam
Im Anschluß an das Konzert überreichte die Vorstandsvorsitzende Asta von Oppen
Daniel Hope die Urkunde zur Aufnahme in das Ehrenkomite
des Vereins Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin.
Daniel Hope bittet um Spenden für die Arbeit des Vereins
Yehudi Menuhin Live Music Now Berlin e.V.
"Musik war Hoffnung"
Daniel Hope Violine
Micha Afkham Viola
Nicolas Altstaedt Violoncello
Ulrich Matthes Rezitation
"Leise blüht der Flieder"
mit dem Burg-Schauspieler Bernd Jeschek
und den
Berliner Cellharmonikern
Foto: Model
"Sei dennoch unverzagt..."
Der Schauspieler Werner Rehm las Lyrik des Barock
und das von Live Music Now geförderte
Ensemble Rejouissance
Jermaine Sprosse, Cembalo
Dschin-u Oh, Blockflöte
Linda Mantcheva, Barockcello
spielte Werke des 17. Jahrhunderts
"Die Liebste gab mir einen Zweig..."
Alexandra Lachmann - Sopran
Dorothea Brinkmann - Gitarre
Helene Grass - Lesung
Briefe von Bertolt Brecht 1917 - 1950
an Paula Banholzer, Marianne Zoff, Ruth Berlau,
Helene Weigel
dazu Texte und Musik von
Paul Dessau, Kurt Weill, Goffredo Petrassi,
Federico Garcia Lorca, Ernesto Cordero,
Heitor Villa-Lobos, Bertolt Brecht, Hanns Eisler
"Auf Flügeln des Gesanges..."
Gerd Wameling und Maria Hartmann lasen Briefe, Gedichte und Texte
von Carl Friedrich Zelter, Fanny und Felix Mendelssohn,
Johann Wolfgang von Goethe,
Abraham Mendelssohn und Robert Schumann
Christina Khosrowi - Mezzosopran
Nicholas Rimmer - Klavier
Nicolas Altstaedt -Cello
"Music surprises..."
unter der Schirmherrschaft von Daniel Barenboim
Thomas Quasthoff Baßbariton
Gabriel Kahane Klavier
und das von LMN geförderte
Klavierduo Mona & Rica Bard